Zehngebote

JÜDISCHES RECHT

Forschungsstelle Marcus Cohn

Justitia
Schriftgröße verkleinern Trennstrichnormale Schriftgröße wiederherstellen Trennstrich Schriftgröße vergrößern

Suchen in dieser Webseite

Talmud - Workshop - Gemara Dritter Text

Talmud

Workshop

b Sanhedrin 11a

Dieser lernte es von Jehoschua (Josua 7: 10ff)

Da sprach der HERR zu Josua: Steh auf! Warum liegst du da auf deinem Angesicht? Israel hat sich versündigt, sie haben meinen Bund übertreten, den ich ihnen geboten habe, und haben von dem Gebannten genommen und gestohlen und haben's verheimlicht und zu ihren Geräten gelegt. Darum kann Israel nicht bestehen vor seinen Feinden, sondern sie müssen ihren Feinden den Rücken kehren; denn sie sind dem Bann verfallen. Ich werde hinfort nicht mit euch sein, wenn ihr nicht das Gebannte aus eurer Mitte tilgt. Steh auf, heilige das Volk und sprich: Heiligt euch auf morgen! Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Es ist Gebanntes in deiner Mitte, Israel; darum kannst du nicht bestehen vor deinen Feinden, bis ihr das Gebannte von euch tut. Und morgen früh sollt ihr herzutreten, ein Stamm nach dem andern; und welchen Stamm der HERR treffen wird, der soll herzutreten, ein Geschlecht nach dem andern; und welches Geschlecht der HERR treffen wird, das soll herzutreten, ein Haus nach dem andern; und welches Haus der HERR treffen wird, das soll herzutreten, Mann für Mann. Und wer so mit dem Gebannten angetroffen wird, den soll man mit Feuer verbrennen mit allem, was er hat, weil er den Bund des HERRN übertreten und einen Frevel in Israel begangen hat.

„Dieser lernte es von Jehoschua, denn es heißt: Da sprach der HERR zu Josua: Steh auf! Warum liegst du da auf deinem Angesicht? Israel hat sich versündigt. Darauf sprach er vor ihm: Herr der Welt, wer hat die Sünde begangen? ER erwiderte ihm: Bin ich ein Denunziant, geh, wirf Lose aus.“

Dieser Text der Gemara ist eigentlich bereits ein Midrasch. Die Gelehrten haben sich viele Freiheiten genommen, die Schrift erzählerisch zu interpretieren. In diesem Midrasch werden die Worte Gottes eigenwillig gedeutet. 

Hat R. Me'ir tatsächlich von Jehoschua gelernt, nicht vielmehr sich das Verhalten Gottes zum Vorbild genommen?